COVID-19 – Greenyard Jahresbericht - greenyard.group
Greenyard-cover-banner.jpg

Sicherheit als oberste Priorität

Alexander Verbist

“Als die erste COVID-19-Welle Europa traf, war uns sofort klar, dass wir zum Schutze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter drastische Maßnahmen ergreifen mussten”, so Alexander Verbist, Group Legal & HR Director. “Als Akteur in einem systemrelevanten Sektor konnten wir unsere Aktivitäten nicht einfach einstellen. Trotz der schwierigen Umstände war es großartig zu sehen, wie schnell sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die neue Situation angepasst haben, sodass wir unsere Rolle in der und Verantwortung für die Gesellschaft erfüllen konnten.”

Im März 2020 breitete sich COVID-19 immer rasanter über ganz Europa aus. Italien war das erste europäische Land, das von der Corona-Welle getroffen wurde. Unter ausgesprochen herausfordernden Bedingungen und in einem extrem kurzen Zeitraum gelang es Greenyard Fresh Italy, Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzuführen. Gleichzeitig sicherte Greenyard Italy die kontinuierliche Versorgung des Marktes mit Obst und Gemüse – Produkten, nach denen zu diesem Zeitpunkt eine wachsende Nachfrage bestand. Damit haben wir den Maßstab für den gesamten Konzern gesetzt.

>

​​​​​​​Reorganisation zur Gewährleistung von Social Distancing

“Zur Gewährleistung von Social Distancing wurden die für unsere Geschäftstätigkeiten so wichtigen Lager, Produktionseinheiten und Empfangsschalter vollständig neu organisiert”, erklärt Alexander Verbist. “Im Zuge der Maßnahmen wurden Plexiglasscheiben und Pfeile zur Anzeige der Laufrichtung angebracht sowie Desinfektionsmittel für die Hände aufgestellt. Wir haben außerdem so umgestellt, dass Menschen in Clustern arbeiten konnten, um die Anzahl der Kontakte möglichst zu beschränken.”

Zur Koordinierung aller Maßnahmen innerhalb von Greenyard wurde eine Corona-Taskforce aus lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie aus Konzernpersonal gegründet. “Eine schnelle Kommunikation mit zeitnahen Eilmeldungen in verschiedenen Sprachen, um alle auf dem Laufenden zu halten, war dabei wesentlich. Wichtig war aber auch, die unterschiedlichen Maßnahmen in den verschiedenen Ländern zu beobachten und die unterschiedlichen Quarantänevorschriften je nach lokaler und regionaler Entwicklung der Pandemie zu berücksichtigen.”

​​​​​​​Gemeinsam getrennt arbeiten

Aber auch den Rest des Jahres blieb Greenyard umsichtig und vorsichtig. “Unser Motto lautete: „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Die strengen Maßnahmen in unseren Lagern und Produktionsstätten wurden weitgehend aufrechterhalten, und Büroangestellte wurden gebeten, von zu Hause aus zu arbeiten und die Zeit im Büro auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Unsere Bemühungen haben sich bezahlt gemacht, denn es gab keine nennenswerten Ausbrüche von COVID-19 bei unserem Personal.”

Homeoffice hat viele vor Herausforderungen gestellt; insbesondere während des ersten Lockdowns, als die Arbeit aufgrund von Schulschließungen vielfach mit Kinderbetreuung kombiniert werden musste. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben aber recht schnell die Vorteile von Homeoffice erkannt: Sie vergeudeten viel weniger Zeit im Verkehr und lernten digitale Tools besser kennen. Online-Meetings erwiesen sich als ebenso effizient – wenn nicht sogar effizienter – wie Live-Meetings. Darüber hinaus haben wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch den Austausch von Best Practices bei der Organisation virtueller Meetings und einen ausführlichen Leitfaden rund um das Arbeiten von zu Hause aus unterstützt.

Der schnelle Einsatz digitaler Tools hat sich positiv auf die Zusammenarbeit innerhalb von Greenyard ausgewirkt, da dadurch der Austausch von Dokumenten, Informationen und Wissen erleichtert wurde. Online-Meetings überwinden Barrieren zwischen Kolleginnen und Kollegen, die an verschiedenen Standorten sowie in verschiedenen Abteilungen und Ländern arbeiten. “Wir können viele Lehren aus dieser Krise ziehen. Ich bin davon überzeugt, dass virtuelle Meetings uns dauerhaft begleiten werden, da wir uns zunehmend hin zu einer hybriden Arbeitsweise entwickeln. Ich muss aber auch sagen, dass ich mich schon auf ein persönliches Wiedersehen mit vielen Kolleginnen und Kollegen in den nächsten Monaten freue. Und ich bin bestimmt nicht der Einzige! one”, meint Alexander Verbist.

Gesunde Alternativen

COVID-19 hat sich grundlegend auf die Konsumgewohnheiten und das Kaufverhalten ausgewirkt, da viele von uns erheblich mehr Zeit zu Hause verbracht haben. Die Pandemie hat uns aber auch die Verletzlichkeit unserer Gesundheit und die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstils vor Augen geführt.

Durch die Pandemie haben zahlreiche Menschen die Vorteile von körperlicher Bewegung wiederentdeckt und Spaziergänge in der Natur in ihren Tagesablauf aufgenommen. Dieser Trend hat auch auf unseren Konsum und die Zubereitung von Lebensmitteln abgefärbt. Selbst kochen mit verschiedenen Zutaten wurde immer beliebter, da sich die Menschen mehr Zeit genommen haben, gemeinsam zu Hause zu kochen und zu essen. Dies hat zu einem bemerkenswerten Anstieg des Gesamtabsatzes von Obst und insbesondere Gemüse geführt. Convenience-Lösungen, wie unsere Mahlzeitpakete, haben ebenfalls von diesem Trend profitiert.

>

Die lange Haltbarkeit von Produkten aus unserem Long Fresh-Segment wurde in Zeiten der Isolierung besonders geschätzt. Viele Verbraucher haben ihre Vorräte vorsichtshalber gleich für mehrere Wochen gefüllt und so die Vorteile des Convenience-Segments kennengelernt.

Derzeit ist es zwar noch zu früh für Prognosen darüber, ob diese Trends dauerhaft sein und sich langfristig auf unsere Gewohnheiten auswirken werden, aber eines ist klar: COVID-19 hat uns daran erinnert, dass unsere Gesundheit das Wichtigste ist und bleibt.

>

Vielen Dank an unsere #foodheroes

Durch die plötzliche Schließung von Restaurants und Kantinen veränderten sich Konsummuster, und es kam zu einem unerwarteten und starken Wachstum der Umsätze von Supermärkten. In den ersten Wochen des Lockdowns erschwerten Hamsterkäufe die Situation zusätzlich, da dadurch ein großer Druck auf Logistik und Lieferketten entstand. Gleichzeitig bewies dieses Phänomen aber auch die wesentliche Rolle unseres Sektors innerhalb der Gesellschaft.

Herausforderung angenommen!

Gemeinsam mit unseren Erzeugern, Partnern und Lieferanten haben wir uns der Herausforderung gestellt, unseren Einzelhandelskunden bei der Bewältigung der plötzlich gestiegenen Nachfrage zu helfen. Aufbauend auf den Grundprinzipien unserer langfristigen Beziehungen – Agilität, Transparenz und enge Zusammenarbeit – haben wir alles gegeben, um sicherzustellen, dass die Regale durchgehend mit gesunden Lebensmitteln gefüllt waren.

Wir danken all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren Erzeugern, Partnern und Kunden für ihren Einsatz und ihre harte Arbeit in dieser außergewöhnlichen Zeit. Sie alle sind echte #foodheroes!